es gibt mehrere seriöse Studien, wonach es - zumindest in den USA - in ungefähr jeder zweiten Ehe zum heimlichen Beischlaf mit einem Dritten kommt. Allerdings bezieht sich diese alarmierende Zahl auf die gesamte Dauer einer Ehe.
Da ist ein Partner, der an die Vereinbarung glaubt, man wolle monogam leben, und da ist der andere Partner, der dieses Abkommen heimlich bricht. Der erste Partner wird also gleich zweimal verletzt, entsprechend schlecht geht es ihm.
Voraussetzung für Intimität ist Vertrauen. Wenn das Vertrauen zerstört wird, dann gibt es auch keine Intimität mehr, es gibt dann auch keine emotionale Sicherheit und Geborgenheit in dieser Beziehung.
Und eigentlich weiß dies jeder von uns. Trotzdem ist Untreue ein sehr häufiger Tatbestand, der so manche Ehe und Beziehung zerstört. Was ist zu tun?
Moralische Vorhaltungen helfen gar nichts. Es sollte aber darum gehen, herauszufinden, weshalb es zu der Untreue kam, man sollte danach suchen, welche wichtigen emotionalen Bedürfnisse in dieser Ehe nicht mehr erfüllt werden und aus welchem Grund. Und vor allem muss das Paar miteinander reden, immer wieder sachlich und ohne Vorwürfe miteinander reden. Mit dieser Methode ist - trotz Untreue - so manche Ehe doch noch gerettet worden.
Ruth Weismann
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