Demenz

Demenz ist eine Erkrankung des Gehirns, deren Ursachen man noch nicht hinreichend kennt. Sie tritt im hohen Lebensalter auf. 

Durch die Erkrankung wird vor allem das Gedächtnis beeinträchtigt, aber auch die emotionalen und sozialen Fähigkeiten. Der Kranke verliert langsam alle seine im Leben erworbenen Fähigkeiten im Sinne der Fähigkeit zur Entscheidung. Risikofaktoren sind Depressionen, Herz- und Kreislauferkrankungen, Adipositas und Diabetes.

Das Bewusstsein ist nicht getrübt. Die Kranken leben ausschließlich in der Gegenwart, Vergangenheit und Zukunft haben keine Bedeutung für sie.

Der Kranke hat in seiner Wahrnehmungsfähigkeit keine Orientierung mehr, es erscheint ihm die Welt unverständlich, nicht einzuordnen, und das macht häufig Angst. Und wer Angst hat, wird oft aggressiv. Es kann auch der Unterschied von Traum, Vergangenheit und Gegenwart verschwimmen, es kommt zu Halluzinationen, die als Realität erlebt werden. Meistens können Demenzkranke jedoch ihre Wünsche ausdrücken, lange noch kann man mit ihnen auf der emotionalen Ebene kommunizieren.

Als Angehörige brauchen Sie viel Geduld. Versuchen Sie, nicht auf der verbalen Ebene zu kommunizieren, sondern ohne Sprache wie mit einem sehr kleinen Kind. Die Kranken reagieren mit Freude auf Streicheln, auf Gesten, auf Singen, einen interessanten Geschmack, und sie riechen gerne Aromaöle.

Die meisten Demenzkranken werden von Angehörigen gepflegt. Diesen möchte ich ans Herz legen, nicht zu vergessen, auch für sich selbst zu sorgen. Die Pflege von diesen Kranken ist eine Höchstleistung. Niemand hat etwas davon, wenn Sie ausfallen, weil Sie selbst diese ungeheure Belastung nicht mehr ertragen. Suchen Sie auch Hilfe für sich, nicht nur für den Kranken.